Zu Fuß zur Schule
Amberg, den 23. März 2026
Zu Fuß statt im Elterntaxi zur Schule – dazu wurden auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Amberger Grundschüler motiviert. Insgesamt 694 Kinder aus 32 Klassen von drei Schulen beteiligten sich 30 Tage lang an der Aktion „Zu Fuß zur Schule“ und sammelten dabei fleißig bunte Blütenblätter.
Noch immer ist es für viele Eltern selbstverständlich, ihre Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen. Dabei wird häufig an unübersichtlichen Stellen wie Bushaltestellen, im Halteverbot oder sogar auf Gehwegen gehalten. Das sorgt nicht nur für ein erhöhtes Verkehrsaufkommen rund um die Schulen, sondern stellt auch ein Sicherheitsrisiko für die Kinder dar.
Um auf diese Problematik aufmerksam zu machen, initiierte die Stadt Amberg gemeinsam mit dem Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz erneut die Aktion „Zu Fuß zur Schule“ und holte die örtlichen Grundschulen mit ins Boot. „Mit der Aktion möchten wir das Bewusstsein für die sogenannte Elterntaxi-Problematik stärken“, erklärt Ambergs 2. Bürgermeister Martin Preuß. Auch Thomas Gräml, stellvertretender Geschäftsführer des Zweckverbands, betont: „Wir wollen sowohl Eltern als auch Kinder erreichen – mit Informationen, aber auch mit spielerischen Elementen, die das Thema greifbar machen.“
Im Mittelpunkt stand dabei das Aktionsspiel „In die Schule, fertig, los“. Über einen Zeitraum von 30 Tagen sammelten die Kinder für jeden zu Fuß zurückgelegten Schulweg bunte Blütenblätter – egal, ob sie direkt von zu Hause, von einem mindestens 250 Meter entfernten Haltepunkt oder von der Bushaltestelle starteten. Beteiligt waren die Barbara-Grundschule, die Max-Josef-Schule sowie die Ammersrichter Grund- und Mittelschule. Insgesamt legten die Schülerinnen und Schüler ihren Schulweg dabei fast 15.000-mal zu Fuß zurück.
Auch aus Sicht der Schulen ist die Aktion ein voller Erfolg. „Die Aktion ‚Zu Fuß zur Schule‘ ist bei uns inzwischen ein fester Bestandteil des Schuljahres. Die Kinder erleben ganz konkret, wie wichtig Gemeinschaft ist, wenn sie zusammen zur Schule gehen. Gleichzeitig werden Themen wie Verkehrssicherheit, Umweltbewusstsein und Gesundheit ganz selbstverständlich in den Alltag integriert“, erklärt Elke Schmidt, Rektorin der Barbara-Grundschule.
Zum Abschluss wurden die erfolgreichsten Klassen ausgezeichnet. Sie erhielten neben einer Urkunde auch einen Zuschuss für die Klassenkasse, gesponsert von der VR Bank Amberg-Sulzbach eG. „Es ist beeindruckend zu sehen, mit welchem Engagement die Kinder dabei sind. Als regionale Bank unterstützen wir solche Initiativen sehr gerne“, sagt Stephanie Fuchs aus dem Marketing der VR Bank.
Die Aktion „Zu Fuß zur Schule“ fand in Amberg bereits zum sechsten Mal statt – und dürfte auch in Zukunft ein fester Bestandteil im Schuljahr vieler Kinder bleiben.
Tipps für den Schulweg
- Bevor Eltern ihren Nachwuchs allein losziehen lassen, macht es Sinn, den Schulweg außerhalb der Schulzeiten, insbesondere die schwierigen Stellen, ein paar Mal gemeinsam abzugehen, bis sich das Kind sicher fühlt. Dabei ist nicht immer der kürzeste Weg auch der sicherste.
- Der Schulweg sollte von den Kindern rechtzeitig angetreten werden, um nicht unter Zeitdruck zu geraten und gefährliche Fehler zu machen.
- Vorbilder sind das A und O für Kinder. Deshalb sollten sich auch die Eltern immer an die Verkehrsregeln halten und mit gutem Beispiel vorangehen.
- Sehen und gesehen werden, lautet die Devise: Mit dunkler Kleidung sind Kinder bereits nach 25 Metern für Autofahrer nicht mehr sichtbar. Mit heller Kleidung sind sie hingegen bis zu 40 Meter sichtbar, bei reflektierender Kleidung sogar bis zu 150 Meter. Helle Kleidung, Warnwesten und Reflektoren an der Schultasche sind deshalb absolut empfehlenswert.
- Ist der Schulweg nicht komplett zu Fuß machbar, sollten Eltern versuchen, Fahrgemeinschaften zu bilden und die Kinder mindestens 250 Meter vor der Schule an einem sicheren Halteplatz in Richtung des Gehwegs aussteigen zu lassen. Die letzten Meter schaffen die Kinder dann gut und sicher – ohne Verkehrschaos – allein.
Bildinformation
Hintere Reihe: Michaela Meier (Lehrerin Barbara-Grundschule), Jan Schmidt (Koordinator für Nachhaltigkeitsbelange, Stadt Amberg), Thomas Gräml (stellvertretender Geschäftsführer Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz), Martin Preuß (2. Bürgermeister Stadt Amberg) & Stephanie Fuchs (Marketing VR Bank Amberg-Sulzbach eG)
Vordere Reihen: Klassensprecher der „Zu-Fuß-zur-Schule“-Gewinner-Klassen der Max-Josef-Grundschule Amberg
Bildquelle: Julia Rösch/ZV KVS Oberpfalz
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Über den Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz
Gegründet wurde der ZV KVS im November 2014 von 11 Gründungsmitgliedern als „klassischer“ Überwacher des ruhenden und fließenden Verkehrs. Heute erfüllt der Zweckverband diese Aufgabe für knapp 170 angeschlossene Städte, Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften. Dabei entwickelt sich der ZV KVS ständig weiter, schließlich hat er sich ein Ziel gesetzt: Seinen Kommunen, die sich insbesondere im ländlichen Raum befinden, als Dienstleister rund um die Themen Mobilität, Digitalisierung und Sicherheit zur Seite zu stehen und gemeinsam mit ihnen an dieser anspruchsvollen Aufgabe zu arbeiten.